Blog zum KommunalWiki

Was inzwischen geschah …

15. Oktober 2011

Eine kleine Momentaufnahme, Mitte Oktober 2011:

  • Das KommunalWiki hat derzeit über 320 Inhaltsseiten, über 800 Seiten insgesamt (dazu zählen auch Hilfe-, Diskussionsseiten, Weiterleitungen, Vorlagen etc.) und über 30 eingetragene Nutzer/innen, von denen 17 Beiträge erstellt oder bearbeitet haben. (Accounts, die nur zum Posten von Spam eingerichtet wurden, hier nicht mitgezählt.)
  • Neben den schon besprochenen Themen Bürgerbeteiligung, Commons und Rechtsextremismus konnten aus der Kommunalpolitischen Infothek die Schwerpunkte zu Auftragsvergabe und kommunaler Bildungspolitik übernommen werden, außerdem viel Material zum Thema Städtepartnerschaften.
  • Nicht nur Kati und ich von der „Redaktion“ leisten Beiträge. Die AKP stellt Inhalte ins KommunalWiki, der grüne Bundestagsabgeordnete Uwe Kekeritz tut dies auch schon seit einigen Wochen, und die Europa-Abgeordnete Elisabeth Schroedter fängt demnächst damit an.
  • Auch interessant: Der Kreisverband Garmisch-Partenkirchen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordert auf seiner Homepage seine Mitglieder auf, über das KommunalWiki ihr Wissen zu teilen. „So muss man sich nicht allernorts die gleiche Arbeit wiederholt machen und wir haben mehr Zeit für die schönen Dinge im Leben.“ Zur Nachahmung empfohlen!
  • Im Netz war das Projekt schon früher registriert worden: Klaus Graf postete im Januar 2011 eine kurze Meldung in seinem Blog, und in der Wikipedia-Mailingliste wurde ebenfalls freundlich auf das KommunalWiki reagiert.

Das kann alles noch besser werden, doch nach einem Dreivierteljahr ist das eine ganze Menge, finde ich.

Das Wiki lebt …

17. Mai 2011

… und es wird Zeit, dass auch dieses Blog lebt. Seit dem 19. November 2010 ist das KommunalWiki im Netz. Und direkt zu Beginn gab es ein glückliches Zusammentreffen: In meiner Mailbox landete der Hinweis auf ein Gutachten zur Bürgerbeteiligung im Rahmen der Kommunal- und Verwaltungsreform in Rheinland-Pfalz. Dieser enthielt im zweiten Teil einen Methodenbaukasten zu Verfahren der informellen Bürgerbeteiligung – wunderbar geeignet für das KommunalWiki. Nach kurzer Diskussion entschieden die Autoren – Prof. Dr. Ulrich Sarcinelli, Diplom Sozialwiss. Mathias König und Diplom Sozialwiss. Wolfgang König -, diesen Teil unter CC-Lizenz zur Verfügung zu stellen. So wurde „Bürgerbeteiligung“ zur ersten Kategorie im KommunalWiki, die mit hochwertigem Inhalt aufwarten konnte.

Mindestens ebenso wichtig: Als Mit-Redakteurin konnte Kati Becker gewonnen werden, die seitdem mit mir zusammen das Wiki administriert, Inhalte einstellt und redaktionell betreut. Nach dem Thema „Bürgerbeteiligung“ brachte sie ihre profunden Kenntnisse zum Thema „Rechtsextremismus“ ein. Doch das ist eine andere Geschichte.

19. November 2010

Vorgestern abend war es soweit: Das KommunalWiki ging online. Account angelegt, einen ersten Artikel begonnen – die Seite funktioniert. Erste Erweiterungen sind in Vorbereitung.

Ich fühle mich u. a. für eine gute Strukturierung verantwortlich, und so werde ich zunächst einige Kategorien anlegen. Artikel lassen sich so von Anfang an einem Sachgebiet, einem Ort etc. zuordnen.

Nun geht’s nach Freiburg zur Bundesdelegiertenkonferenz der GRÜNEN. Kommunalpolitik ist dort ein Schwerpunkt, und so rechne ich mit vielen Interessierten, denen ich das Wiki am Stand der Heinrich-Böll-Stiftung zeigen will.

Einige Einwände …

27. Oktober 2010

… begegnen mir immer wieder, wenn die Idee des kommunalpolitischen Wiki zur Sprache kommt. Der vielleicht wichtigste: Es könnte schwer werden, die „kritische Masse“ an Aktiven zu erreichen, die das Wiki zu einer lebendigen und ergiebigen Wissensplattform macht.
Kommunalpolitik ist ein Ehrenamt, das meist neben Beruf und Familie ausgeübt wird. Viele kommunalpolitisch Aktive haben einfach ganz wenig Zeit. Wenn sie das Internet überhaupt nutzen – das tun noch längst nicht alle -, dann um schnell an Material zu kommen, das möglichst unmittelbar für die Arbeit nutzbar ist (am liebsten ein vorformulierter Antrag). Nur wenige nehmen sich die Zeit zum Diskutieren oder um ihr eigenes Wissen weiterzugeben. Und natürlich gehört es für viele noch nicht zur Alltagskultur, online zu kommunizieren, selbst an Fachtexten zu schreiben und Wikis (aktiv) zu nutzen.
Erfahrungen mit Wikis sagen: Auf rund 20 Leute, die ein Wiki regelmäßig nutzen, kommt eine(r), der/die auch regelmäßig aktiv etwas beiträgt. Unter 100 Aktiven wiederum findet sich eine(r), der/die auch die Rolle eines/r Administartors/in übernehmen kann und will.
Können wir das erreichen – rund 2000 Nutzer/innen, darunter rund 100 Aktive? Und das in einem überschaubaren Zeitraum, also in ein oder zwei Jahren? Immerhin gibt es rund 8000 Grüne mit einem kommunalen Mandat, die vielen außerparlamentarisch Aktiven, für die das Wiki auch interessant und nützlich sein soll, noch nicht gerechnet. Was denkt Ihr? Ist das Ziel realistisch? Und was sollten oder müssen wir tun, um es zu erreichen?

Erste Gelegenheit zum Diskutieren …

27. September 2010

… hat, wer am kommenden Wochenende in Berlin den Kongress „Öffentlichkeit und Demokratie“ besucht. Am Sonntag vormittag stelle ich die Idee vor und zur Diskussion. Wann und wo? Bei der Friedrich-Ebert-Stiftung in der Hiroshimastraße, Raum 101, ab 9:30.

Was ist das nun mit diesem Wiki?

19. Juli 2010

Die Infothek wird ein Wiki – das ist die zentrale Botschaft. Aber was ist ein Wiki?

Grob und verkürzt gesagt ist das eine Internet-Seite, wo Nutzerinnen und Nutzer selbst an den Inhalten arbeiten können.  Auf den ersten Blick sieht so eine Seite aus wie jede andere, doch auf den zweiten finden sich kleine Bedienelemente, oft am oberen Rand: Anmelden, Bearbeiten, Versionen usw. Am wichtigsten ist der „Bearbeiten“-Button. Da öffnet sich der Text in einer anderen Ansicht, in einem Schreibfenster mit Symbolen für Formatierung u. a. am oberen Rand. Und nun kann ich ihn ergänzen, umschreiben oder was ich immer daran verbessern will.

Das größte Wiki der Welt ist übrigens die Wikipedia, die die meisten von Ihnen ja kennen. Wenn Sie das noch nicht getan haben, gehen sie doch mal dorthin, suchen einen Artikel zu einem Thema, das Sie interessiert oder in dem Sie sich auskennen, und klicken auf „Bearbeiten“. Sie müssen ja nichts verändern, wenn Sie lieber vorsichtig sind. Oder Sie verbessern erst einmal nur einen Schreibfehler – das kann ja nicht schaden. Ganz unten ist der Knopf zum Speichern.

Spannend ist auch die Versionsgeschichte. Da können Sie sehen, wer wann an dieser Seite gearbeitet hat. Sie können sich auch eine ältere Version des Textes ansehen oder zwei Versionen vergleichen, um zu erfahren, was der letzte Bearbeiter geändert hat.

Und so etwas für die grüne Kommunalpolitik? Was könnte man damit machen? Gibt das nicht ein großes Durcheinander? Nun, die Wikipedia, die riesig ist und manche Probleme hat, ist auf jeden Fall nützlich und eine Fundgrube, und das vor allem, weil so viele mitmachen. Doch ob das wirklich funktionieren kann? Schreiben Sie Ihre Meinung hierher. Fortsetzung folgt, versprochen.

Warum dieses Blog?

7. Mai 2010

Die Kommunalpolitische Infothek wird sich in den nächsten Monaten grundlegend wandeln (mehr dazu im nächsten Posting). Was das bedeutet und wie das funktionieren kann, will ich von Anfang an mit Euch, den Nutzerinnen und Nutzern, gemeinsam entwickeln. Dazu werden hier die wesentlichen Elemente der Idee, die Gründe, die Ziele, die Chancen und die Risiken laufend zur Diskussion gestellt. Kommentare sind sehr erwünscht! Und zwischendurch wird auch immer mal wieder das Spannendste, Aufregendste oder Schrägste aus der Redaktionsarbeit berichtet.

Die Kommunalpolitische Infothek

4. Mai 2010

Hier entsteht demnächst das Blog der Kommunalpolitischen Infothek.

Die Kommunalpolitische Infothek der Heinrich-Böll-Stiftung ist eine Online-Fachzeitschrift und ein Wegweiser durch die Welt der Kommunalpolitik. Sie richtet sich an alle, die kommunalpolitisch aktiv sind bzw. sich für Kommunalpolitik interessieren: kommunale Mandatsträger/innen, Verwaltungsangestellte, Wissenschaftler/innen und engagierte Bürger/innen. Die Website ist ein Angebot der politischen Bildung und damit kostenlos nutzbar.

  • Die Infothek verlinkt Praxis und Reflexion, lokales Handeln und globales Denken, Wissen-Schaffende und Wissbegierige.
  • Die Infothek bereitet aktuelle Entwicklungen mit Auswirkungen auf Städte und Gemeinden für kommunalpolitisches Handeln auf und gibt Impulse für die Arbeit vor Ort.
  • Die Infothek macht Fachwissen auffindbar und ermuntert kommunalpolitisches Engagement.